Stephan Guillais
Imperium Karneval
Die figurative Malerei entstammt dem Zyklus "Imperium Karnaval" .
Guillais malt mit Acryl auf Holzpanelen, ritzt Formen, kratzt und bearbeitet weiter. Dabei entstehen faszinierend vielschichtige Arbeiten, welche die verschiedenen Strukturen des Malprozesses sichtbar lassen.
"Imperium Karnaval" spielt auf den Untergang des römischen Reiches an: "Ich dachte an die Menschen, die während des Untergangs gelebt haben. Ich wollte eine Galerie von imaginären Portraits dieser Menschen als Individuen machen", erklärt Guillais den Hintergrund seiner Serie, die aus der Beschäftigung mit Texten und Bildern der römischen Antike entstanden ist.
Solltest du schon mal ein Bild von Stephan Guillais "live" gesehen haben, ist dir u.U. die Energie die das Bild ausstrahlt aufgefallen.
Er malt mit Acryl auf Holzpanelen, ritzt Formen hinein malt wieder, kratzt, bearbeitet das Bild im wahrsten Sinne des Wortes.
Im Ergebens entsteht ein Bild, mit einzigartiger Dynamik dessen Struktur den Arbeitsprozess offensichtlich erscheinen lässt.
Die Vielschichtigkeit der einzelnen Bilder, der deutlich sichtbare physikalische Einfluss der auf das Bild genommen wurde ist aber auch Ausdruck der Einstellung Guillais zur Malerei:
"Painting is somehow like unloading a Van full of antique furniture. You’ve got to get it out, it’s got to move, even if it’s fragile and something may break."
Hier wird deutlich wie er an seine Bilder herangeht; instinktiv auch impulsiv, voller Neugier zu erfahren was geschieht,
wenn er zu malen beginnt:
"Do I paint without believing in painting? I only know that painting must be punched and kicked, otherwise it will become a fossil."
Das Bild, die Lebendigkeit des Prozesses ein Motiv zu wählen, es zu malen, festzustellen wohin die Reise geht, die Auseinandersetzung steht für ihn im Mittelpunkt. Er möchte dem Betrachter keine Geschichte erzählen,
Themen aufzwängen ihn irgendwo abholen eine Message verkünden oder dergleichen.
Das Bild, die Malerei steht im Vordergrund:
"If this “old lady-painting” is dead, she should rest in peace but let us paint!
I don’t want to show a story. I want to impose an image.
I paint. One day, I’ll tell you why."
Nach zahlreichen Auftritten in Spanien, Italien, und Frankreich wird der in Barcelona lebende 34-jährige Künstler mit dieser Ausstellung zum zweiten Mal in Deutschland vertreten sein.
Am Freitag, 02. April 2010, 19 Uhr, eröffnet in der Dortmunder Galerie PR die Ausstellung "Imperium Karnaval"
- ein Zyklus des französischen Künstlers Stephan Guillais.
Katalog zur Ausstellung: Imperium Karneval
Link zur Galerie PR Webseite: Die Sechste
Andere Links zum Thema:

